Der IQ-Test

Das gebräuchlichste Maß von Intelligenz ist der Intelligenzquotient, kurz IQ.
Gleich zu Beginn ist mir eines besonders wichtig: Besonders intelligent ist nicht gleich besonders begabt!

Der IQ stellt ein reines Vergleichsmaß dar: Wie ist die rein intellektuelle Leistungsfähigkeit einer Person in Verhältnis zu ihrer Vergleichsgruppe (Alter, Geschlecht, etc.)?

Soll ich den IQ meines Kindes testen lassen?
Einige Fragen dazu weiter unten in diesem Blog.

Der IQ stellt kein absolutes Maß der Intelligenz dar. Der durchschnittliche IQ wurde auf 100 festgesetzt. Ab einem Wert von 130 oder mehr spricht man im deutschsprachigen Raum von Hochbegabung (das sind etwa 2 – 3 %). Unter 70 von Minderbegabten (ebenfalls 2 – 3 %).
Wie gesagt – im deutschsprachigen Raum, international werden andere Werte verwendet.

Grundsätzlich kann der IQ schon sehr früh getestet werden (Vorschulalter), allerdings verändert er sich im Laufe der Zeit. Und was besonders wichtig ist: Er prognostiziert keinen beruflichen Erfolg und auch keine Leistungsexzellenz. Im österreichischen Schulsystem erfolgen die Testungen ab der 3. Volksschulklasse, da hier die Leistungsunterschiede in einer Klasse schon hoch genug sind und eine gezielte Hochbegabungsförderung einsetzen könnte.

Was heißt das? Wie verhalten sich IQ und Begabung/Hochbegabung zueinander?
Am wichtigsten ist hier die Feststellung, dass ein hoher IQ nicht automatisch einer hohen Begabung entspricht. Intelligenz ist nur ein Teil dessen, was wir als Hochbegabung bzw. Begabung definieren. Auch die Motivation, das Interesse und die Fähigkeit sich besonders in eine Materie vertiefen zu können, sind Teil dessen, was bei uns als hochbegabt bezeichnet wird. Und hier gilt es gleich festzuhalten: Es gibt noch keine einheitliche Definition von Hochbegabung! Allerdings sind sich alle darin einig, dass ein hoher IQ mit Sicherheit noch keine Hochbegabung bedeutet. Der IQ kann gemessen werden, Begabung nicht. Begabung ist NICHT messbar!

Underachiever (schlechte Schulleistung trotz hoher Intelligenz)
Hat jemand großes Potential, bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück, so spricht man von „Underachievern“. Das trifft für einen großen Teil jener zu, die bei IQ-Testungen hohe Ergebnisse aufweisen. Die Gründe dafür können vielfältig sein, hier einige Beispiele:

  • zu wenig Motivation
  • mangelnde Förderung
  • mangelnde Ressourcen
  • Faktoren im Umfeld (Stereotype bezüglich Geschlecht, Beruf, etc)
  • Motorische Defizite
  • Zu viele Aktivitäten außerhalb der Schule
  • Langeweile, Unterforderung, Desinteresse

Bei Underachiefern liegt die Herausforderung sowohl darin, trotz schwacher Leistung eine vorliegende Begabung zu erkennen, als auch die entsprechenden pädagogischen Maßnahmen zu setzen. In jedem Fall gilt auch hier das Prinzip: Stärken stärken! Was auch immer ein Kind blockiert sein Talent ausleben zu können, ihm kann in jeden Fall geholfen werden.


Soll ich mein Kind testen lassen?

Diese Frage kann nur individuell unter Beachtung der jeweiligen Person beantwortet werden. Sowohl der Test selbst, als auch das Ergebnis bewirken etwas bei Ihrem Kind – positiv oder negativ.

Daher gilt es jedes Kind als Individuum wahr zu nehmen und im Einzelfall zu entscheiden. Genau dazu biete ich meine Begleitung an.

Worin liegt Ihr konkretes Ziel der geplanten IQ-Testung?
Braucht es neben einer Testung noch andere Verfahren?
Welche Auswirkungen kann ein IQ-Test auf mein Kind haben?
Spreche ich mit meinem Kind darüber – wenn ja, wie?
Was machen wir mit dem Ergebnis? Wer soll davon erfahren?

Jedes Kind ist anders, jedes Entwicklungsumfeld, jede Testung oder auch die Tagesverfassung ihres Kindes.

Entscheiden Sie selbst, ob Sie Ihr Kind testen lassen wollen. Ich begleite Sie gerne bei dieser wichtigen Entscheidung.

Rufen Sie mich an unter 0664/5086549

 

 

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